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Die Kindertagesstätte

Schwerpunkte unserer Arbeit

1. Religiöse Bildung

In unserer Einrichtung legen wir großen Wert auf die religiöse Bildung unserer Kinder.
Dies geschieht durch biblische Geschichten im Stuhlkreis – teilweise unter Mitwirkung von Pfarrer Stinder -, durch gemeinsam gestaltete Familiengottesdienst in der Ev. Kirche und durch unser gruppenübergreifendes Projekt „Franz Kett“.

    Zu den allgemeinen Aufgaben religiöser Bildung gehören beispielsweise:

  • unvoreingenommen unterschiedliche Formen von Glaube und Religion wahrnehmen
  • fähig sein, Sinn- und Bedeutungsfragen zu stellen
  • Feste und Rituale aus eigenen und fremden Kulturkreisen entdecken
  • innere Erfahrungen ausdrücken können
  • Zugänge zur Wirklichkeit finden durch Begegnung, Staunen, Stille und Formen elementarer Meditation.

Kinder sind angewiesen auf vertrauensbildende Grunderfahrungen, die sie ein Leben lang tragen. Sie erleben in ihrem Alltag Verstehen und Verstanden werden, Angst und Geborgen- sein, Gelingen und Scheitern, Bindung und Autonomie, Mut und Hoffnung.
Sie setzen sich mit den Grunderfahrungen auseinander und brauchen eine Sprache, um diese für sich positiv zu verarbeiten.

2. Die „KiTa- Spatzen“

Wir haben in unserem Kindergarten seit einigen Jahren einen „Singkreis“, also eine Art Kinderchor.
Alle interessierten Kinder von 3 – 6 Jahren (meistens zwischen 30 und 40) treffen sich einmal in der Woche in der Turnhalle um gemeinsam zu singen und viel Spaß miteinander zu haben.

Am Anfang stehen Übungen zur Stärkung der Gesichtsmuskulatur und kindgerechte Stimmbildung- und Atemübungen, denn wie ein Sportler seine Muskeln aufwärmen muss, muss ein Sänger seine Stimmbänder aufwärmen und seinen Atem kontrollieren lernen.
Ja - und dann wird gesungen: Kinderhits, alte und neue Kinderlieder, Lieder, die man bei dem nächsten Auftritt singen möchte usw.
Als Begleitung wird dazu oft rhythmisch geklatscht oder gestampft und manchmal werden auch Instrumente als Begleitung verwendet.

Für Kinder ist Singen in diesem Alter besonders wichtig:
Es fördert die Entwicklung der Stimme und der Sprache, die Lese- und Rechtschreibfähigkeit und fördert das Wohlbefinden. Singen führt in jedem Alter zu einer psychischen und physischen Ausgeglichenheit!
Rolf Zuckowski, ein Liedermacher, der aus unzähligen Kinderhits allen Kindern und Eltern bekannt ist, sagt dazu:
„Singen hat eine magische Wirkung. Experten wissen: Singen ist Balsam für die Seele. Es kann trösten, motivieren, fröhlich machen, nachdenklich stimmen, Gefühle in Wallung bringen die verbinden. Wer es schafft Lebensfreude durch ein gemeinsames Lied zu fühlen, der lebt intensiver!

3. Theater, Mimik und Tanz

Seit einiger Zeit gibt es bei uns eine Theatergruppe. Geplant ist nun ebenfalls, mit den Kindern sich nach Musik rhythmisch zu bewegen. In Theater, Mimik und Tanz fließen Elemente aus dem gesamten musisch-kreativen Bereich sowie insbesondere der Sprache und der Bewegung ineinander. Kinder haben ein elementares Bedürfnis, Lebenswelten nachzuahmen und im Spiel auszudrücken. Im Rollenspiel lernen Kinder sich und ihre Umwelt zu verstehen.

Kindern soll ermöglicht werden:
  • sich in Rollenspielen zu äußern und darzustellen
  • unterschiedliche Darstellungsformen kennen zu lernen
  • verbale und nonverbale Ausdrucksmöglichkeiten und deren Wirkung kennen zu lernen,
  • sich zu Musik zu bewegen, sowie den eigenen Körper zu erleben.

Dies geschieht mit dem Ziel, dass Kinder lernen sich selbst zum Ausdruck zu bringen und gleichzeitig die Perspektive von Anderen miteinbeziehen zu können. Zudem lernen sie ihren eigenen Körper und dessen Ausdrucksmöglichkeiten besser kennen.

4. Sprachförderung

Im Rahmen der vom Land Rheinland- Pfalz zur Verfügung gestellten Gelder ist es uns möglich, für einige Kinder die Teilnahme an einem Sprachförderkurs zu ermöglichen.
Wir verfolgen das Ziel den Kindern die Möglichkeit zu geben, zu erfahren und zu entdecken, dass Sprache eine wichtige Funktion als Medium der Kommunikation und Zuwendung hat. Gleichzeitig dient sie als intensive Vorbereitung für den Eintritt in die Grundschule.
Besonderen Wert legen wir vor allem auf folgende Punkte:

  • emotionale Zuwendung, die sich auch in Sprache ausdrückt
  • Zuhören dessen, was Kinder sagen, Beachtung schenken
  • Förderung des aktiven Zuhörens der Kinder
  • Vermeiden sprachlicher Verniedlichung
  • vielfältiges Anreden der sprachlichen Aktivitäten des Kindes durch den Dialog
  • Wertschätzung der sprachlichen Leistung der Kinder
  • intensive Arbeit mit sprachbezogenen Material
  • das Spiel mit Sprache und Lauten in Reimen Quatschliedern, etc.
  • rhythmisches Sprechen, wobei es um die Aussprache von Wörtern geht
  • kontinuierliche Unterstützung bei der Erweiterung und Ausdifferenzierung von Wortschatz, Begriffsbildung, Lautbildung, Pluralbildung und Satzbau
  • den Einbezug von Schriftbildern in die räumliche Gestaltung
  • die Unterstützung des aktiven Interesses des Kindes an Schriftsprache.
5. Vorschulische Bildung

Im letzten Jahr vor der Einschulung werden die angehenden Erstklässler in speziellen Kleingruppen auf die Schule vorbereitet.
Wichtige Bereiche sind Sprache (siehe Punkt 4), Mathematik, Sachkunde und eventuell Englisch.
Ein Besuch bei der Feuerwehr steht ebenso auf dem Programm, wie das Einüben von lebenswichtigen Verkehrsregeln mit unserem zuständigen Verkehrspolizisten. Je nach Angebot werden wir auch den ein oder anderen Aktionstag in unser Programm aufnehmen. Dies kann z. B. ein Besuch im Krankenhaus sein.
Bitte beachten Sie daher die Infopost oder den Aushang an den einzelnen Pinnwänden.
Am 25. April eines jeden Jahres wird in Zusammenhang mit dem Förster der Ortsgemeinde der jeweilige Baum des Jahres gepflanzt. Wir würden uns freuen, wenn auch Sie an diesem Tag mit Ihrem Vorschulkind dabei wären.
Am Ende der KiTa- Zeit steht für die Kinder eine Abschlussfahrt und die Übernachtung in unserer Kindertagesstätte an – immer ein unvergessliches Erlebnis für die Kinder!

"Wieder nur gespielt...?"

Wir erleben oft, dass Eltern, wenn sie ihre Kinder aus dem Kindergarten abholen fragen" Und was hast Du heute gemacht? Hast Du wieder nur gespielt?" Früher bekam ich, wenn ich so etwas gehört habe, ein schlechtes Gewissen und hinterfragte sofort den Ablauf des Tages, den ich mit den Kindern verbracht habe. Hatte ich die Kinder entsprechend ihren Fähigkeiten gefördert? Habe ich unsere Schulkinder genügend auf die Schule vorbereitet? Haben alle Kinder etwas gemacht, von dem sie in Zukunft profitieren können, so etwas wie : ausschneiden, prickeln, erzählen, malen, usw.? Und im Laufe der Zeit entwickelte sich unsere Planung immer mehr dahin, was von der Politik gefordert wird: Kindergarten ist Bildungsinstitut! Also, nichts wie rein mit dem Wissen in die Kinderköpfe: Naturwissenschaften, Mathematik, Englisch, musikalische Früherziehung - je mehr das Kind verplant ist, umso mehr lernt es in diesen sechs ersten - ach so wichtigen Lebensjahren...-?

Früher war alles einfacher. Früher (vor über 20 Jahren) gingen meine Kinder in den Kindergarten. Es wurde gebastelt, gespielt, erzählt, vorgelesen. Und alles hat Spaß gemacht. Heute macht alles auch Spaß, aber heute richtet sich der Spaß nach den Bildungsempfehlungen von Rheinland-Pfalz. und immer mit dem Gedanken im Hinterkopf: Es gibt Bundesländer mit noch höheren Ansprüchen, noch bessere Bildungsempfehlungen...

Mein jüngster Sohn ist 26 Jahre alt und studiert an der Uni Kaiserslautern Informatik. Nebenbei engagiert er sich im "Karat" (=Kaiserslautern Racing Team). Dort entwickeln und bauen sie jedes Jahr ein neues Rennauto, das zu richtigen Rennen auf Europäische Rennstrecken geschickt wird. Letztens kam er nach Hause und erzählte begeistert von einem "Teambuilding Wochenende" das einer der Sponsoren für sie durchgeführt hat. Ab in den tiefen Schnee auf eine Berghütte: Spiele spielen und Aufgaben lösen, die die Teamarbeit fördern. Einer der Aufgaben war: "Baut binnen 2 Stunden eine "Crazy Machine" über verschiedene Räume, die am Ende eine Sektflasche ohne menschliche Einwirkung entkorken kann. Verwendet werden müssen die Elemente Feuer, Wasser und Luft...Alles andere ist freigestellt. Material kann für 10 €/Stück "eingekauft" werden." Zwei Teams gegeneinander, im jeweiligen Team miteinander...

Und dann ging es los. Mich hat eigentlich nur der Verlauf interessiert. Was haben sie gebaut, damit eine Sektflasche ohne menschliche Einwirkung geöffnet wurde? Ist es gelungen? Um diese Frage vorweg zu beantworten: Ja, es hat geklappt.

In der ersten Etage der Hütte warfen sie eine Münze in einen Papierschlitz. Die wiederum warf zwei Spieler aus einem Kickerspiel im Dominoeffekt um, die dann an ein Auto stießen.. Auf dem Auto war ein brennendes Teelicht... Das Auto fuhr los und stieß gegen Plastikflaschen, die es zum Stehen brachten. Die Kerze schmorte daraufhin eine Kordel durch, an dem eine Wasserflasche befestigt war. Die entleerte sich in eine Rohr, das in einen Wassereimer, der an der Hauswand befestigt war, führte. Durch das zunehmende Gewicht des Wassereimers wurde eine Latte hochgezogen, die jetzt den Weg zu einem Rohr freimachte, so dass eine Kugel hin durchlaufen konnte, bis zum Partykeller. Dort fiel sie auf den Schalter einer Steckdose, durch die plötzliche Stromzufuhr ging ein Föhn an, der wiederum eine Murmel aus einem Schneeball "herausföhnte". Diese wiederum fiel auf eine Mausefalle, die ausgelöst wurde und einen Luftballon platzen lies auf dem die Sektflasche stand (um den Korken war eine Schnur gebunden...) - die Sektflasche fiel herunter, die Schnur hielt den Korken und so wurde die Aufgabe gelöst... (Ob der Sekt verschüttet wurde oder ob sie mit ihm auf den Erfolg anstoßen konnten, das hat er nicht erzählt!)

Immer nur gespielt? Früher habe ich mich geziert es zu sagen, heute weiß ich: "Immer nur gespielt" ist wichtig! Meine Jungs (ich habe drei) haben bis 12 Jahren im Sandkasten Sandburgen und Kugelbahnen gebaut. Mit allerlei Raffinessen versehen! Mit 14 Jahren wurde noch Lego gespielt. Und wenn der arme Hamster unseres Nachbarsohnes noch leben würde und erzählen könnte, dann würde er von einem raffiniert ausgedachten Legolabyrinth erzählen, durch das er sich durchfressen musste. Von Aufzügen, schiefen Ebenen, Falltüren und anderen Erlebnissen. (Erinnert Sie das an eine zuvor erwähnte "Crazy Machine"?)
...Und vor Stolz würde der Hamster dann berichten dass er danach so geschult war, dass er die Käfigtüre allein auf bekam um sich in der Küche zu verstecken (Haben zumindest mir meine Kinder versucht klar zu machen!)

Und plötzlich war mir alles klar. Diese Fähigkeit, physikalische Gesetze zur Anwendung zu bringen, das logische Denken, das er jetzt im Studium gebrauchen konnte, all das hat seinen Anfang im Kindergarten. All das fängt an im einfachen Spiel, die Erfahrung der Wirkung einer schiefen Ebene beim Bau der Holzeisenbahn, beim Bau der Kugelbahn. Beim Legobauen - egal ob "Raumschiff" oder Haus. Beim Spiel ein Auto auf einer selbst gebauten schiefen Ebene herunter sausen lassen...Beim Wasserplanschen im Waschraum... all diese Erfahrungen, die ein Kind freiwillig und neugierig beim "Immer nur spielen" macht, zahlen sich im späteren Leben aus. Aber wenn ein Kind immer nur verplant wird und geplant an Erfahrungen herangebracht wird, verliert es die Initiative etwas selbst zu erforschen.

Liebe Eltern, seien Sie froh, wenn ihr Kind ausdauernd und intensiv, in sich selbst versunken spielen kann. Es leistet Schwerstarbeit zu dieser Zeit. Stören Sie es nicht, sondern freuen Sie sich an seiner Konzentrationsfähigkeit und seinem Interesse. Wenn es sich richtig "einsaut", na und - ist egal - Hauptsache schön und intensiv gespielt und gesund! Diese Erfahrungen, die ihr Kind da macht sind prägend für das ganze Leben (das schreibt eine Mutter, die ihre Kinder beim Nachhause kommen lediglich an der Stimme erkennen konnte, da sie den ganzen Nachmittag am Bach gespielt hatten...!)

Denken Sie immer daran:
»Spielen ist eine Tätigkeit, die man gar nicht ernst genug nehmen kann.« (Jacques-Yves Cousteau)

»Das Spiel ist der Weg der Kinder zur Erkenntnis der Welt, in der sie leben!« (Maxim Gorki)

»Die Entwicklung der Intelligenz braucht das Spiel wegen der unendlichen Vielfalt der Optionen.« (Max Kobbert)

»Spiel ist nicht Spielerei, es hat hohen Ernst und tiefe Bedeutung.« (Friedrich Fröbel)

»Aus der Art, wie das Kind spielt, kann man erahnen, wie er als Erwachsener seine Lebensaufgabe ergreifen wird.« (Rudolf Steiner)

6. Dokumentationen/ Beobachtungen/ Portfolios

Für alle unsere Kinder führen wir Dokumentationsmappen oder Portfolios, die jederzeit zur freien Ansicht im Gruppenraum stehen. Aus Datenschutzgründen bitten wir Sie, nur die Mappe Ihres eigenen Kindes anzusehen.
Beobachtungsbögen und Notizen, die wir zu Ihrem Kind führen, werden separat aufbewahrt.

7. Rahmenpläne:

Die Rahmenthemen der einzelnen Gruppen können unterschiedlich sein. Zum einen stimmen die Kinder der Gruppen in Kinderkonferenzen über das neue Thema ab, zum anderen können Situationen, die Kinder beschäftigen, die Auswahl eines Themas bedingen.

Hinweise zum jeweiligen Thema der Gruppen entnehmen Sie bitte der Pinnwand vor den Gruppenräumen, Informationen rund um die Arbeit der gesamten Einrichtung der Wand im Vorraum des Eingangsbereiches.

Informationen zu unserer Arbeit erhalten sie im 2x jährlich erscheinenden „KiTa-Express“ sowie über die Homepage der Ortsgemeinde Rengsdorf (Information->Kindergarten).

8. Elternsprechzeiten/- tage Seit Herbst 2007 bieten wir Ihnen wöchentlich Elterngesprächszeiten an:
  • Gruppe „Die Marienkäfer“     montags     16 – 17h
  • Gruppe „Die Schlümpfe“      freitags     11.45 – 12.30h
  • Gruppe „Die Bären“       freitags     13 – 14h

Da wir unsere Arbeit in der Kindertagesstätte als familienergänzendes Angebot zum Wohle jedes einzelnen Kindes verstehen, würden wir uns über Ihr Interesse sehr freuen. Dies gilt aber nicht nur dann, wenn Sie unseren Rat brauchen oder wenn wir Sie darum bitten – im Gegenteil, auch ein regelmäßiger Austausch über die Entwicklung Ihres Kindes, ohne das ein Grund vorliegt, kann ein Gespräch zwischen Ihnen und uns ermöglichen. Sprechen Sie uns an!