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Kurzbeschreibung „Rengsdorf im Park“

Ziel des Touristischen Gesamtkonzeptes „Rengsdorf im Park“ ist es, Maßnahmen vorzuschlagen, um die touristischen Potenziale Rengsdorfs aufzuwerten.
Das Touristische Gesamtkonzept „Rengsdorf im Park“ basiert zum einen auf der Tourismusstrategie 2015 des Landes Rheinland-Pfalz mit den Themenschwerpunkten „Wandern“ und „Gesundheit“ und zum anderen auf der Tourismus-Studie des Europäischen Tourismusinstitutes aus dem Jahre 2008.

Die wesentlichen Tourismuspotenziale in Rengsdorf liegen in der landschaftlichen Vielfalt (Wasser, Streuobstwiesen, Aussichten, Wald), den Angeboten im Wandertourismus (Rheinsteig, Klosterweg) sowie in den Bereichen Wasser und Wellness (monte mare, Freibad Rengsdorf, sportliche und therapeutische Angebote und Einrichtungen).

Die in 2013 fertiggestellte Ortsumgehung Rengsdorf, die teilweise leerstehenden Hotels und Geschäftsgebäude in Verbindung mit innerörtlichen Funktionsverlusten (v. a. in der Gastronomie und im Handel) stellen den Heilklimatischen Kurort Rengsdorf derzeit vor die wichtige Aufgabe, zentrale Weichen für eine positive Entwicklung der Ortsgemeinde zu stellen. Hierzu ist ein Architektenwettbewerb vorgesehen, der für die öffentlichen Straßenflächen der Westerwaldstraße attraktive Gestaltungsvorschläge bringen wird. Die Umsetzung der besten Lösungen kann dann nach der Rückstufung der B 256 in eine Gemeindestraße ab 2014 erfolgen.

Das Konzept „Rengsdorf im Park“ geht davon aus, dass es derzeit um Rengsdorf herum schöne Landschaften gibt, die aus Gründen der Vermarktung im Tourismus-Konzept „Parks“ genannt werden. Diese parkartigen Landschaften bestehen schon heute und werden bereits von vielen Bürgern und Gästen für die Naherholung genutzt. Die landschaftliche Vielfalt zeichnet sich aus durch:

  1. Bachtäler (Völkerwiesenbach mit historischen Mühlen und Luisenquelle im Osten)im Konzept als „WasserWeltenPark“ bezeichnet
  2. Waldbereiche (zwischen Kurpark, Sportplatz, Tennisplätzen im Norden)im Konzept als „WaldKurPark“ bezeichnet
  3. Aussichtsreiche Feldflur (im Bereich des Schauinslandes im Westen)im Konzept als „SchauInsLandPark“ bezeichnet
  4. den Streuobstwiesen (rund um den „Apfelweg“ im Süden)im Konzept als „ObstWiesenPark“ bezeichnet.

Daneben ist eine innerörtliche Wegeverbindung geplant, die vorhandene Brunnenanlagen im Kurpark, größere und kleinere Brunnen an der Westerwaldstraße sowie den Bur über einen sogenannten „Brunnenpfad“ miteinander verbindet.
Das Projekt „WasserWelten Rengsdorf“ ist in das regionale Projekt
„Schätze der Region Mittelrhein“ auf der Bundesgartenschau Koblenz 2011 unter dem Motto „Wasser und Wellness“ eingebunden.

Der „WasserWeltenPark“ will die im Völkerwiesenbachtal vorhanden Wasserthemen zu einem touristischen Angebot aufbereiten. Dazu sind Informationsstelen zu den Themen „historische Mühlen“, „ökologische Feuchtbiotope“ wie Bach, Quelle, Tümpel, „Tiefbrunnenbohrung“, „Freibad“, „Kläranlage“ u.a. vorgesehen. Im Bereich der alten Fischteichanlage soll ein Teich für die Benutzung als Wassertretbecken entstehen, umgeben von Barfuss- und Kräuterinseln und mit hochwertigen Sitzmöbeln ausgestattet, die der Entspannung dienen. Die ehemalige Grillhütte „Engelsruh“ soll durch eine neue Hütte aus Lärchenholz ersetzt werden und der zur unteren Mühle hin gelegene kleine Parkplatz soll schöner gestaltet und mit einer behindertengerechten Toilettenanlage ausgestattet werden, die vor allem auch den Rheinsteig-Wanderern zur Verfügung stehen soll. Ein barrierefreier Rundweg ist zwischen der Oberen Mühle und dem Tiefbrunnen geplant.

Zum Thema „WasserWelten“ wurde außerdem geplant, das mineralisierte Wasser, das aus der Auquelle im Luisental permanent gefördert wird, möglichst weitreichend zu nutzen. Es kommt derzeit ausschließlich dem Freibad zugute. Da das Wasser auch zum Trinken bestens geeignet ist, wurde an die Einrichtung eines Trinkbrunnens im leer stehenden Wasserturm gedacht, der hierfür gute Dienste leisten könnte, ohne dass dazu große Bauarbeiten notwendig würden. Diese Idee wurde vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau als sehr positiv bewertet, und es wurde von dort angeregt, den Turm soweit wie möglich, touristisch zu nutzen. Deshalb wurde für die Innenraumgestaltung vor allem der Einsatz digitaler Medien (bewegte Bilder und Informationen) geplant. Die ausgezeichnete Akustik des hohen runden Innenraumes könnte für kleinere Konzerte und ähnliches genutzt werden, die über Lautsprecher in die Außenbereiche übertragen werden könnten. Dazu ist an eine Gestaltung der unmittelbaren Umgebung (Terrassen- und Rasenflächen, z.B. für Picknick-Konzerte etc.) gedacht.

Der an diese Flächen unmittelbar angrenzende Parkplatzbereich (zum größten Teil im Eigentum der Ortsgemeinde) soll in diesem Zusammenhang verschönert, d.h. als begrünte und beleuchtete Parkplatzfläche, gestaltet werden. Auch dies hat man seitens des Ministeriums begrüßt und mit der Auflage versehen, die Premium-Wanderwege wie Rheinsteig und Klosterweg hier anzubinden. Dieser Parkplatz (Gästeentré) soll erster Anfahrpunkt für alle Gäste sein, die entweder wandern, moutainbiken, nordic-walken oder den Ort aufsuchen möchten. Hier werden die Gäste in anspruchsvoller Form durch Hinweistafeln und andere Informationen über Rengsdorf animiert, sich den Ort und seine Umgebung näher anzuschauen. Dies betrifft natürlich auch die vielen tausend monte mare-Besucher, die bisher ohne solche Informationen nach dem Sauna-Besuch wieder in Richtung A 3 wegfuhren.

Der von monte mare geplante ganzjährige Betrieb einer Wellness-Therme mit angeschlossenem Hotel sieht auch vor, das Rengsdorfer Tiefbrunnen-Wasser in seinem Badebetrieb einzusetzen und hilft damit wiederum das Prädikat „Heilklimatischer Kurort“ zu sichern. Denn jede weitere Verwendung des qualitativ hochwertigen Wassers ist für das wertvolle Prädikat bedeutsam, das Rengsdorf mit nur 20 rheinland-pfälzischen Heilbädern und Kurorten teilt und gerne behalten möchte.

Das Gesamtprojekt verfolgt das Ziel, den Gästen und Besuchern von Rengsdorf ein ansprechendes „Entré“ im Eingangsbereich des Ortes anzubieten. Deshalb sollte auch genau hier, wo die Gäste ankommen, eine Tourist-Information eingerichtet werden, die jederzeit geöffnet ist.
Um jedoch mit möglichst geringem Personaleinsatz seitens der Gemeinde auskommen zu können, bietet sich eine Kooperation mit der monte mare GmbH an. Diese Zusammenarbeit ist so geplant, dass im Bereich der Empfangshalle des monte mare eine eigene Tourist-Information für die Ortsgemeinde eingerichtet wird.

Grobe Kostenschätzung Projekt „ Rengsdorf im Park“

A. Geplante Maßnahmen Landschaftspark „WasserWelten“ im Völkerwiesenbachtal
Kostenschätzung
Wegebaumaßnahmen, Parkplatz, Toilettenanlage, Info-Stelen,
Hinweistafeln, Neugestaltung Fischteichanlage, Spielstationen
inkl. Planungsleistungen
213.360,00 €
zzgl. 19 % MwSt.: 40.538,40 €
Summe WasserWelten Völkerwiesenbach (brutto): 253.898,40 €

B. Geplante Maßnahmen im Landschaftspark WasserWelten hier: „Alter Wasserturm“

Die vorliegende grobe Entwurfsplanung sieht vor, den Wasserturm als eine didaktisch aufbereitete „WasserErlebnisWelt“ zu präsentieren. Zu den didaktisch aufzubereitenden WasserThemen gehören: Nutzwasser, Trink- Regen- Grundwasser, Oberflächengewässer, Wasser als Biotop, Wasser als Lebensmittel und Bedeutung für den Menschen („wir sind Wasser“), die Gesundheit, Wasserdargebot, -qualität, Wasserkreislauf sowie spezielle Rengsdorfer Einrichtungen wie Brunnen, Lehrpfad mit Wasserfall, WasserWelten im Völkerwiesenbachtal und vieles mehr.

Kostenschätzung
Fest installierte Einrichtungen wieTrinkbrunnen-Anlage,
Mediale Ausstattung, Möblierung innen und außen,
Außenflächengestaltung, Beleuchtung, Wasserspiel u.a. einschl.
Nutzungs- und Gestaltungsplanung (Architekt, Kommunikations-
design, Grafiker, Text, Übersetzung, Akustik, Lichtplanung, Didaktik,
Statik und Prüfstatik)
140.700,00 €
zzgl. 19 % MwSt.: 26.733,00 €
Summe WasserWelten „Wasserturm“ (brutto): 167.433,00 €

C. Geplante Maßnahmen im Landschaftspark WasserWelten hier: „Leitung und Pumpenhaus“ (2010)
Kostenschätzung
1. Wasserleitung von Mineralwasserbohrung im Völkerwiesenbachtal
bis zum Alten Wasserturm (brutto)
225.365,00 €
2. Pumpenhaus mit Instrumentarium an der Mineral-Wasserbohrung (brutto) 124.950,00 €
Summe Leitung und Pumpenhaus (brutto): 350.315,00 €

Erläuterung:
Die notwendigen vertraglichen Regelungen zwischen der Ortsgemeinde Rengsdorf, den Verbandsgemeindewerken (Wasserturm, Leitung und Pumpenhaus stehen bzw. werden im Eigentum der VG-Werke stehen) und dem monte mare werden derzeit erarbeitet.

D. Geplante Maßnahmen im Landschaftspark WaldKurPark
Kostenschätzung
Gestaltung Waldkurpark zwischen Rosenberg und Tennisterrassen,
einschl. Wegebaumaßnahmen im Bereich des WaldKurParks mit
Ruhebänken und Beschilderung, Gestaltung des „Waldfestplatzes“
einschl. Planungsleistungen
161.130,00 €
zzgl. 19 % MwSt.: 30.614,70 €
Gesamtkosten Maßnahmen WaldKurpark (brutto): 191.744,70 €

E. Geplante Maßnahmen für das Gäste-Entré im Bereich des monte mare
Kostenschätzung
1. Neuanlage eines Parkplatzes für Pkw und Busse, touristische
Informationsträgern für Hinweise auf Ziele im Ort, Grünflächen-
gestaltung, Beleuchtung, Fahrradständer, Beschilderung einschl.
Planungsleistungen
420.170,00 €
zzgl. 19 % MwSt.: 79.832,00 €
Summe Parkplatz förderfähig (brutto): 500.002,00 €
Kostenschätzung
2. Bepflanzung Lärm- und Sichtschutzwall einschl. Planungsleistungen 107.400,00 €
zzgl. 19 % MwSt.: 20.406,00 €
Summe Wall-Bepflanzung (brutto): 127.806,00 €
Kostenschätzung
3. Tourist-Info mit Info-Theke, Schrank, Beleuchtung, Sitzmöbel, PC etc. 42.800,00 €
zzgl. 19 % MwSt.: 8.132,00 €
Summe Tourist-Info (brutto): 50.932,00 €

Gesamtsumme: förderfähige Kosten der Maßnahmen A-E: 1.674.588,22 €

Für die Maßnahmen A – E liegt seitens des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau ein Bewilligungsbescheid in Höhe von ca. 1.212.000 € über 75 % der förderfähigen Kosten, die rd. 1.674.000 € betragen, vor.