Start Gastlichkeit Erlebnis Information Marktplatz
Information

Impressum


Tourist-Information

VG Rengsdorf

Rengsdorfer Land

Rheinsteig

Westerwaldsteig

Klosterweg

Kontakt
Druckansicht   MeinProspekt

Offener Brief

Auszüge aus dem offenen Brief an den Vorsitzenden und die Mitglieder des Gemeinderates Rengsdorf

Sehr geehrte Herren,

... ich kann bis heute keine seriösen Gründe erkennen, was es an dem Förderantrag „Rengsdorf im Park“ zu beanstanden geben könnte, da dieser für die Ortsgemeinde Rengsdorf zu dem erfreulichen Ergebnis geführt hat, eine Bewilligung von zunächst 1,2 Mio. Euro Zuschuss mit einer außergewöhnlich hohen Förderquote von 75 % zu erhalten. Wenn ein Teil der FWG diese und die noch erwarteten Fördergelder gegen das Interesse der eigenen Ortsgemeinde nicht haben wollen, scheint es wohl deren Absicht zu sein. Ich finde das verwerflich und habe dafür absolut kein Verständnis.

... das Wirtschaftsministerium in Mainz betrachtet die bewilligten Fördermittel zwar als eine bedeutsame, aber nicht als abschließende Anschub-Finanzierung für Rengsdorf. Hier geht man davon aus, dass Rengsdorf noch mehr tun wird, um im Tourismus wieder nach vorne zu kommen.

Und was ein Tourismusort vor allem braucht, sind Gäste, und die finden wir schon heute mit ca. hunderttausend Besuchern pro Jahr am Eingangstor von Rengsdorf in unserer Ganzjahres-Attraktion der Saunalandschaft des monte mare. Hier kommen fast so viele Besucher hin wie ins Geysir-Zentrum nach Andernach, wo seitens der Stadt etliche Millionen erfolgreich investiert wurden.

Wenn das jetzige monte mare in Rengsdorf, wie aktuell geplant, um eine Wellness-Therme mit Hotel erweitert wird, dann gibt es zukünftig noch weitaus mehr Gäste. Dass diese Gäste dann – wie behauptet wird - keinen Cent in Rengsdorf ausgeben würden, ist eine schlichte Behauptung, die es zu widerlegen gilt.

Die Mehrheit unseres Gemeinderates möchte sich - aus meiner Sicht völlig zu recht - für den Erhalt und die Erweiterung der monte mare Anlage in Rengsdorf einsetzen, da wir im Sinne einer touristischen Entwicklung wirklich schlecht beraten wären, auf unser wichtigstes „Zugpferd“ zu verzichten. Natürlich können wir als Ortsgemeinde nichts zu den großen Investitionssummen der monte mare GmbH beisteuern, aber eine gute und faire Zusammenarbeit kann für die Ortsgemeinde doch nur von Nutzen sein.

Es ist sehr zu begrüßen, dass die monte mare GmbH eine Wellness-Anlage plant, die genau zu den Rengsdorfer Zielen eines modernen Wander- und Gesundheitstourismus passt. Und es trifft sich auch gut, dass wir genau hier am Ortseingang Flächen besitzen, die für unsere eigenen Gäste und deren Pkw, Busse etc. ausreichend viele Parkplätze bieten.

Das war ein wichtiger Grund für die Überlegung, in unmittelbarer Nähe zum monte mare und ebenso nahe der Märkte Rewe und Aldi sowie der ED-Tankstelle einen attraktiven Gästeempfang mit deutlichen Hinweisen auf den Ort selbst zu schaffen. Andere Möglichkeiten stehen doch gar nicht zur Debatte.

Und nun noch einige Erläuterungen zu unseren Leistungen im Zusammenhang mit dem Projekt.

Das Projekt „Rengsdorf im Park“ wurde nicht von vorneherein als solches geplant, sondern ist aufgrund verschiedener Voraussetzungen und mehrerer Abstimmungsgespräche mit dem Wirtschaftsministerium Stück für Stück entwickelt worden.

Hinter dem ersten Baustein mit dem Titel „WasserWelten“ stand die Absicht,
a) ein Rengsdorfer Projekt auf die Bundesgartenschau 2011 in Koblenz zu bringen
b) Fördermittel aus Mainz zu erhalten.

...mehrere Gespräche mit Vertretern des Wirtschaftsministeriums auf allen Ebenen (Minister, Staatssekretär, Abteilungsleiter und Sachbearbeiter) ließen eine besonders hohe Förderquote (bis zu 80 %) realistisch erscheinen, wenn das beantragte Projekt entsprechend umfassend ausfallen und mit Alleinstellungsmerkmalen (z.B. mit einem in der BRD einmaligen „WasserKlangGarten“ im Völkerwiesenbachtal) versehen würde. Das Ministerium wollte keine Förderung nach dem „Gießkannenprinzip“, sondern der Projektantrag sollte klar erkennen lassen, dass dem Tourismus im Heilklimatischen Kurort Rengsdorf wieder ein höherer Stellenwert beigemessen werde und deshalb größere Investitionen geplant wären. Und dabei war für die Vertreter des Ministeriums ganz klar, dass dieses Vorhaben nur gemeinsam mit dem größten und überregional bekannten Besuchermagneten monte mare beabsichtigt sein könne.

So wurde aus dem Teilprojekt „WasserWelten“ für die BUGA ein touristisches Gesamtkonzept, um die in Aussicht gestellte Förderquote zu erzielen.

Es ist mir persönlich ein großes Anliegen daran mitwirken zu dürfen, meinen Geburts- und Heimatort Rengsdorf zu einem noch schöneren Dorf bzw. einem Ort mit hoher Anziehungskraft zu entwickeln.

Ich bin im Grunde dankbar, dass die Gegner des Konzeptes mich veranlasst haben, die wichtigsten Sachverhalte einmal schriftlich darzulegen.

Erlauben Sie mir abschließend noch eine Bemerkung. Es geht bei dieser Diskussion nicht darum, wer Recht hat, sondern einzig und allein darum, dass wir unserem Dorf die Chance geben, sich nach der Umgehung B 256, möglichst schön und attraktiv zu gestalten. Für dieses Ziel haben wir uns hier im Rat fast alle mit Nachdruck ausgesprochen, und ich wünsche uns, dass wir diese Absicht und diese Hoffnung mit vielen unserer Mitbürger teilen!

Karin Kübler 24.01.2011