Eröffnungswanderung
Butterpfad...wandern auf historischen Spuren
....ein Lindwurm zieht sich durchs Fockenbachtal
Die Eröffnungswanderung des „Butterpfades...wandern auf historischen Spuren“, der auf 12 km von Hümmerich über Straßenhaus nach Rengsdorf führt, fand mit großer Beteiligung von Wandergästen aus der ganzen Region statt.
Nach mehr als einjähriger Vorbereitungszeit wurde der Butterpfad, den es schon seit mehr als 200 Jahren gibt –wie Dokumente des Fürstlich-Wiedischen-Archivs belegen-, in einer neuen, veränderten Variante mit vielen Erlebnispunkten offiziell eröffnet. Mit einem guten Kinderwagen ist der Weg durchaus begehbar, während er für Rollifahrer nicht die notwendige Barrierefreiheit besitzt.
Der Dank für ihr großes ehrenamtliches Engagement geht in erster Linie an das Butterpfad-Team mit Rudi Lück (zeigte u.a. die Ausstellung im Waagenmuseum), Reiner Rüdig und Horst Bodzian aus Hümmerich, Rudolf Toursel aus Straßenhaus, Jürgen Kirchhoff aus Bonefeld und Wegemanager Wilfried Dietz aus Rüscheid. Danke auch an die Ortsgemeinden für ihre Unterstützung und an den Naturpark Rhein-Westerwald für die Bezuschussung der Infotafeln, die bei der Wanderung begutachtet wurden. Ein großes Lob gilt auch den beiden Revierförstern Frank Krause und Sebastian Grobbel mit ihren Mitarbeitern für ihren unermüdlichen Einsatz, natürlich auch an die Gemeindearbeiter und an Hans-Werner Sahm, der nicht nur den Shuttleservice neben dem Klosterweg nun auch für den Butterpfad übernimmt, sondern auch für die Montage der Hinweistafeln gesorgt hat.

Nach der Besichtigung des kleinen Waagenmuseums am Start in Hümmerich ging es über schöne Wiesenwege mit herrlichen Aussichten zur Franze-Loch-Hütte. Dort gab Ortsbürgermeisterin Rita Lehnert aus Oberhonnefeld-Gierend die Geschichte von Minna und Franz und dem verlorenen Hut zum besten.
Foto: Am Alexanderstollen präsentierten Arno Schmidt (3.v.l.) mit Friedrich Kurz und Albert Schäfer (im Hintergrund) die Historie der Bergbaugeschichte im Fockenbachtal, vorne links im Bild Marlene und Rudi Lück aus Hümmerich in traditioneller Tracht
Der Chronist Arno Schmidt aus Rüscheid hat wertvolle Beiträge über die Bergbaugeschichte in Niederhonnefeld zusammengetragen und informierte die interessierte Wandergruppe gemeinsam mit Friedrich Kurz und Albert Schäfer in einer kleinen Ausstellung über alte Bergwerkzeuge und Gesteinsbrocken aus der Grube Louisenglück und der Grube Georg.
Eine Stärkung gab es am Marktplatz in Straßenhaus; Ortsbürgermeisterin Birgit Haas berichtete über die Historie dieses geschichtsträchtigen Platzes im Hinblick auf den traditionellen Jahrsfelder Markt.
Ein weiterer Höhepunkt am Butterpfad (vom Talblick ca. 350 m in Richtung Hardert) war der Besuch im Mammutbaum-Wald, der oberhalb des Jahrsbachtales in Straßenhaus als Versuchsfläche im Jahr 1971 angelegt, und in einer Gemeinschaftsaktion mit der VG, der Ortsgemeinde, dem Heimat- und Verschönerungsverein Straßenhaus und Revierförster Sebastian Grobbel im oberen Bereich für Besucher erschlossen wurde.

Von dort ging es über den Butterpfad in die Gemarkung Bonefeld zu den Bodendenkmälern Keltengräber und Alteburg. Dort lauschten die Wanderer einem sehr interessanten Beitrag von Ortsbürgermeister Claus Gördes zur Geschichte der Keltengräber in dieser Region.
Am Ziel, dem Waldhotel Obere Mühle in Rengsdorf angekommen, verlas der Kommandeur der Ehrengarde Neuwied die Marktordnung von 1732 und überreichte den anwesenden Schultheißen aus der VG Rengsdorf die Marktrolle.
F o t o (v.l. Ehrengardist Klaus von Paul und Manfred Wertgen mit den Schultheißen Karlheinz Kleinmann/Rengsdorf, Heidi Momm/Anhausen, Claus Gördes/Bonefeld, Heike Schmitz/Rüscheid und Edwin Roth/Hümmerich; es fehlen Birgit Haas/Straßenhaus und Rita Lehnert/Oberhonnefeld-Gierend, die den gesamten Butterpfad mitgewandert sind)
Das Hotel Obere Mühle verwöhnte die hungrigen Wandergäste mit einem Rengsdorfer Land Menü. Bei dieser Gelegenheit wurde auf die neuen Rengsdorfer Land-Produkte aufmerksam gemacht. Es wäre schön, wenn diese neue Vermarktungsidee zur Stärkung der regionalen Identität des Rengsdorfer Landes weitertragen würde.
Mit einem nochmaligen Dank von Monika Edling, die in der VG Rengsdorf für Tourismus zuständig ist, an alle Akteure und die „tapferen Eröffnungswanderer“ wurde der neue „Butterpfad...wandern auf historischen Spuren“ für die Bevölkerung zum Wandern „freigegeben“.
Weitere Informationen bei der VG Rengsdorf: T. 02634- 6113 und www.rengsdorfer-land.de
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