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Wichtige Information des Ortsbüregermeisters!

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

es sind besondere Zeiten, die wir gerade erleben. Das Corona-Virus hat uns alle „im Griff“. Es beschäftigt uns fast rund um die Uhr und viele von uns sehen sich mit ganz neuen Herausforderungen konfrontiert.

Auf der Homepage der Ortsgemeinde habe ich Mitte März Hinweise und Anweisungen im Umgang mit dem Corona Virus dargelegt. Sobald solche Zeilen geschrieben und veröffentlicht werden, sind viele dieser Hinweise schon wieder Makulatur.

Hierzu möchte ich Ihnen ein Beispiel nennen:
Zum Schutz unserer Mitarbeiterinnen in der Postagentur, hatte ich eine Verkürzung der Öffnungszeiten verfügt. Das hatte zur Folge, dass sich lange Schlangen vor und in den Räumlichkeiten bildeten. Die Maßnahme erwies sich daher als kontraproduktiv.
Seit dem 06.04.2020 haben wir unsere Öffnungszeiten wieder verändert. Diese Regelung gilt bis auf Weiteres. Die neuen Öffnungszeiten finden Sie unter der Rubrik „Öffnungszeiten der Postagentur“ und am Ende dieses Textes.

Durch die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Länder wurden am 14.04.2020 und in den folgenden Tagen weitere entscheidende Beratungen durchgeführt und die 4. Corona-Bekämpfungsverordnung für Rheinland-Pfalz erlassen.

Wir als Ortsgemeinde werden die dortigen Beschlüsse umzusetzen und schnellstmöglich reagieren. Diese Entscheidungen, auch zu div. Lockerungen sind durch die Medien bekannt und ich denke, dass ich sie hier nicht explizit wiederholen muss.

Der Alltag, unser Leben hat sich seit einigen Wochen sehr verändert: Durch die Bundes- und die Landesregierung wurden Maßnahmen angeordnet, die noch vor kurzer Zeit in unserem Land kaum denkbar erschienen. Maßnahmen, die wesentliche Grundrechte und damit unseren Alltag massiv einschränken, und die in unserer pluralistischen, freiheitlichen Gesellschaftsordnung aus gutem Grund auf ganz besondere Krisen beschränkt sein müssen.

Aber, meine sehr geehrten Damen und Herren, leider haben wir derzeit eine solche Situation und wir befinden uns mitten in einer Pandemie bzw. Epidemie. Die Zahl der mit dem Corona-Virus Infizierten steigt in manchen Ländern exponentiell (siehe Amerika) und damit auch die Anzahl der schweren Verläufe und mit diesen auch die Todeszahlen.

Durch die strikten und aus meiner Sicht richtigen Maßnahmen haben wir in Deutschland (Stand: 22.04.2020) „nur“ und ich sage das nur im Vergleich zu anderen Ländern, ca. 5.000 Tote zu beklagen.

Ich denke, dass in dieser Zeit über (Partei-) politische Grenzen hinweg gedacht und gehandelt werden muss. Jeder von uns muss diese Situation als seine Herausforderung und Aufgabe verstehen, sich an diese halten und das Mögliche tun, um sich und andere zu schützen. Es kommt derzeit darauf an, dass wir uns an unsere Tugenden erinnern. Dazu gehört u.a. Disziplin. Nur so und nur dann werden wir die Auswirkungen des Corona-Virus halbwegs geordnet meistern können!

Zwar ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ein gesunder, fitter junger Mensch nur ein „Halskratzen“ verspürt oder Erkältungssymptome zeigt und eine Corona-Infektion schadlos überstehen kann. Aber auch bei jungen, gesunden Menschen sind schon schwerere Krankheitsverläufe bekannt geworden. Ganz besonders sind es aber unsere älteren und vorerkrankten Mitbürger, bei denen eine Corona-Infektion massive Probleme und lebensbedrohliche Verläufe hervorrufen kann. Ein Medikament oder einen Impfstoff gibt es, anders als etwa bei der Grippe, gegen das Corona-Virus (noch) nicht.

 

Diese Menschen sind, um zu überleben, auf eine intensive medizinische Versorgung, insbesondere eine künstliche Beatmung, angewiesen. Wenn diese nicht oder nicht mehr, etwa, weil die Kapazitäten des Gesundheitswesens überlastet sind, zur Verfügung gestellt werden kann, schwinden die Überlebenschancen erheblich. So ist es etwa in Italien und Spanien, wo an einzelnen Tagen mehrere hundert, gar bis zu tausend, Tote zu verzeichnen waren.

Erschreckende Zahlen!

Wenn es zu einem exponentiellen Anstieg der Fälle, insbesondere der Schweren kommt und diese in großer Anzahl auf endliche Behandlungskapazitäten treffen, müssen medizinische Hilfeleistungen priorisiert werden. Ärzte sind gezwungen zu entscheiden, wer eine überlebensnotwendige Behandlung erhält und wer nicht. Dies kann dazu führen, dass vielen Bedürftigen keine adäquate Behandlung, wie eine überlebensnotwendige Beatmung, mehr zugeführt werden kann. Ein schreckliches Szenario und eine der bittersten Pflichten für jeden Arzt!

Ein solches Szenario möchte ich mir nicht ausmalen. Die Bilder die uns aus Italien, Amerika und anderen Ländern erreichen sollten Mahnung genug sein.

 

Darum ist es so ungemein wichtig die Zahl der Neuinfektionen zu reduzieren.

Ich fordere Sie daher auf und bitte Sie im Interesse ihrer und unser aller Gesundheit inständig: Befolgen Sie die Maßnahmen und Ratschläge der Verantwortlichen und Wissenschaftler! Reduzieren Sie die Kontakte zu ihren Mitmenschen erheblich, halten Sie großzügig Abstand zueinander, befolgen Sie die Hygieneempfehlungen, bleiben Sie wenn möglich zu Hause und informieren Sie sich aus seriösen Quellen. Glauben Sie nicht jeder Mitteilung auf den sogenannten „Sozialen Medien“.

Beschränken Sie auch die Kontakte zu öffentlichen Institutionen. Hier möchte ich besonders auf unsere Postagentur aber auch auf unsere Banken und unsere Verwaltung hinweisen. Verschieben Sie nicht unbedingt notwendige Angelegenheiten.

Auch wenn Sie ein Mundschutz nicht vor einer eigenen Infektion schützt – Sie schützen aber ggfls. andere Personen mit dem Tragen eines Mundschutzes. Ich kann Ihnen als Ortsbürgermeister solche Maßnahmen nicht vorschreiben, jedoch kann ich darum bitten. Tragen Sie in öffentlichen Gebäuden, beim Einkaufen und sonstigen geschlossenen Räumen einen Mundschutz.

   

Meine Damen und Herren, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, jeder von uns hat derzeit große Sorgen und es stellen sich viele Fragen. Wir alle müssen mir der Unsicherheit dieser dynamischen Lage und mit Ängsten umgehen und werden vor große Herausforderungen gestellt. Wenn es auch manchmal schwerfällt: Angst, Panik, Emotion und Meinung sind schlechte Berater und dürfen nicht die Leitlinien unseres Handelns sein!

Ich habe in den letzten Wochen leider auch noch einige Uneinsichtige erleben müssen. Wer hiermit gemeint ist, weiß es sicher selber. Bedanken möchte ich mich bei denjenigen, die rücksichtsvoll und vorschriftsmäßig mit ihren Mitmenschen und den verordneten Entscheidungen umgehen.

Gerade in Zeiten wie diesen gilt es sich auf das Wesentliche zu besinnen, zusammen zu stehen, besonnen und rational zu bleiben, auf die Wissenschaft und die Entscheider zu vertrauen und in seinem Wirkungs- und Verantwortungsbereich umsichtig und verantwortungsvoll zu handeln.

Trotz der umfassenden Beschränkungen können wir Einiges tun. Etwa bei Letzterem: Wenn es Ihnen möglich ist, unterstützen Sie sich gegenseitig. Helfen Sie sich und unseren heimischen Betrieben. Kaufen Sie lokal. Nutzen Sie Abhol- und Lieferangebote wo sie möglich sind und/oder kaufen Sie Gutscheine!

Viele Haupt- und Ehrenamtliche setzen sich für uns ein. Sie arbeiten hart und professionell an der Bewältigung der Krise. Medizinisches Personal, die Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes und der Freiwilligen Feuerwehren, Erzieherinnen und Lehrkörper in Notbetreuungseinrichtungen, alle, die in kritischen Infrastrukturen und systemrelevanten Berufen beschäftigt sind, helfen, diese außergewöhnliche Situation zu bewältigen.

Vielen Dank an alle Helferinnen und Helfer und an alle, die in Situationen wie dieser, im Großen wie im Kleinen, für andere handeln und Verantwortung übernehmen!

Danke auch an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Postagentur und an unsere Gemeindemitarbeiter.

Danke aber auch an die vielen Angebote zur Hilfe und für Spenden. Besonders möchte ich hier der Firma Berge und Meer danken, die in Form einer Spende von Einmal-OP-Masken dafür gesorgt hat, dass die Ortsgemeinde an systemrelevante Dienste diese Masken verteilen konnte.

Weiterhin möchte ich meinen Dank in unsere Nachbargemeinde Kurtscheid senden. Dort hat die Karl-Hack-Stiftung ein extra Lager eingerichtet und kann in Notfällen direkte Hilfen anbieten. Weitere Unterstützung gab es in Form einer „Osterspende“. Ich hoffe wir konnten Ihr Ostern ein bisschen aufhellen und Ihnen Mut machen.

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
Situationen wie diese erinnern uns daran, was im Leben wirklich wichtig ist. Dinge die gestern noch dringend erledigt werden mussten, die uns gestresst haben, sind in den Hintergrund getreten. Die Prioritäten haben sich verschoben. Familien stehen enger zusammen und ich freue mich über die unzähligen Hilfsangebote, die mich erreichen und die ich jeden Tag wahrnehme, etwa die diversen Angebote für andere, etwa Ältere und hilfsbedürftige Personen einzukaufen, den Rasen zu mähen oder anderweitig Hilfe anzubieten.

 

Ich bin mir absolut sicher, dass wir auch diese einmalige Situation bestehen werden und dass wir als Gesellschaft und in unserem Dorf gestärkt aus ihr hervorgehen können. Gemeinsam, sehr geehrte Damen und Herren, werden wir diese Situation bestehen!

 

Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen haben oder wenn Sie meinen, dass wir Ihnen behilflich sein können oder dass ich Ihnen behilflich sein kann, scheuen Sie sich bitte nicht, meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Tel.: Gemeindebüro: 02634/2341) oder mich (auch Mobil und per WhatsApp unter der 0170/7092474) zu kontaktieren.

 

Stehen Sie zusammen, bleiben Sie gesund und hoffnungsvoll!

 

Ihr / Euer
Christian Robenek, Ortsbürgermeister

Postöffnungszeiten bis auf Weiteres:
Mo – Fr. von 09.00 bis 12.00 Uhr und von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr
Sa. von 09.00 bis 12.00 Uhr

An den Dienstleistungsnachmittagen (Mo. und Do. von 17.00 - 18.00 Uhr) ist die Postfiliale geschlossen. Die Öffnungszeiten werden lageangepasst einer Prüfung unterzogen und ggfls. geändert!

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